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Journalismus: SWR an der Fachschule
Text: Dorothee Wieland
Fotos: Steffen Müller
Datum: 24.03.2026
Wie sieht die Arbeit bei öffentlich-rechtlichen Medien aus? Antworten auf diese Frage gab es beim Besuch des SWR im Unterricht der Oberkurse an der Fachschule.
"Journalismus macht Schule" heißt eine bildungspolitische Initiative, die bundesweit Nachrichten- und Informationskompetenz in Schulen durch Diskussionen und Workshops mit Journalist*innen vor Ort oder virtuell im Klassenzimmer vermittelt.
Im Rahmen dieses Projekts stellte der Leiter des SWR-Studios Tübingen Marcel Wagner im Deutschunterricht in den Oberkursen der Fachschule am Beispiel seines Senders die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Medien vor.
Es ging um Themen wie Fake News, Diskriminierung in den Medien, Nachrichtenmüdigkeit, investigativer und konstruktiver Journalismus und den Auftritt der Öffentlich-Rechtlichen in den Sozialen Medien - Segen (größere Reichweite) und Fluch (Auslieferung an unberechenbare Algorithmen) zugleich. Und es ging um Fragen wie "Woran erkennt man Qualitätsjournalismus?", "Was ist der Pressekodex? Wer hält sich daran und wer nicht?"
Der SWR, so Wagner, schreibt den Jugendschutz groß und lässt sich sorgfältige Recherche und eine authentische Berichterstattung einiges kosten - unter anderem durch ein weltweit gespanntes Netz von Korrespondenten. Inwiefern es gerechtfertigt ist, pauschal Rundfunkgebühren zu erheben, darüber ließe sich streiten. Fakt ist: Guten Journalismus gibt es nicht umsonst.
Kritisch bewerten die Schüler*innen insbesondere die ihrer Ansicht nach auch bei den Öffentlich-Rechtlichen tendenziöse Berichterstattung über die sogenannte "Ausländerkriminalität" und das magere Angebot an attraktiven Nachrichtensendungen für junge Erwachsene.
Dem Unterrichtsbesuch voraus gingen mehrere Einheiten zu Pressegeschichte und Presselandschaft in Deutschland, journalistischen Textsorten und die Analyse ausgewählter Zeitungen.